Auf der Probenbühne

Um die ersten und letzten Dinge geht es in den Einaktern von James Saunders und Woody Allen – mal absurd, mal parodistisch, aber dennoch ernsthaft: Vielleicht war es nur „Ein unglücklicher Zufall“, dass Penelope ihren Mann Harry erschossen hat. Auch gegenüber ihrer Freundin Camilla und deren Mann Robert weicht sie aus, leugnet alles und verwickelt die beiden in absurde Gedanken über menschliche Handlungsfreiheit. Wird auch Robert einem ‚unglücklichen Zufall‘ zum Opfer fallen? In Woody Allen’s „Der Tod klopft“ bekommt der Kleiderfabrikant Nat unerwartet Besuch. Der Tod steigt durchs Fenster ein und will ihn abholen. Doch der ist ein trotteliger Anfänger. Der clevere Nat, erkennt seine Chance für einen Deal. Er fordert seinen Besucher zu einer Partie Rommé heraus. Am Ende hat er Zeit gewonnen. Der Tod fordert Revanche. Das Spiel – und das Leben – werden für Nat vorerst weitergehen.

„Winterrose“ ist eine romantische Komödie und zugleich das Pseudonym, unter dem sich Witwe Elisabeth per Zeitungsannounce mit Männern verabredet. Von einer Parkbank aus beobachtet sie die Kandidaten im Cafe gegenüber. Literaturliebhaber Anton fühlt sich von ihrem Vorhaben in seiner Lektüre gestört. Zudem wirbelt eine Stadtgärtnerin mit trockenen Kommentaren und nüchternen Lebensweisheiten nicht nur die Blätter auf.

Für die Komödie Mirandolina von Carlo Goldoni heißt es im Herbst: „Vorhang auf!“ für ein heiteres Intrigenspiel voller Leidenschaft, Irrungen und Wirrungen. Die ebenso attraktive wie geschäftstüchtige Wirtin Mirandolina bringt mit Witz, Charme und Reizen ihre männlichen Gäste aus der Fassung, den verarmten Marchese ebenso wie den stinkreichen Conte. Es gelingt sogar, den notorischen Frauenfeind Cavaliere zu bekehren. Der Kellner Fabrizio, ebenfalls verliebt in die Wirtin, und zwei Komödiantinnen auf der Durchreise sorgen für weitere Turbulenzen.

Auf der Probe: Mirandolina (Narina Karitzky) und Fabrizio (Michael Mehlhose)

„Bewegte Zeiten“, unsere Jahrhundertrevue, wollen wir möglichst bald für die Wiederaufnahme einproben. Dafür müssen allerdings einige Rollen umbesetzt oder neu besetzt werden, weil nicht mehr alle aus dem Team von Anfang 2020 mit an Bord sind. Zudem müssen wir gegen Ende aktuelles Zeitgeschehen in neue Szenen umsetzen.

„Bewegte Zeiten“ – von 1999 bis 2020 erfolgreich auf der Bühne.
Bald wird es ein Wiedersehen mit der hauseigene Revue geben.